Gloria Prinzessin von Thurn und Taxis hat vor ein paar Tagen ihren Jagdschein gemacht. Jedoch nicht bei sich zuhause in Regensburg, sondern in der Jagdschule von Ralph Gräter in Rottum. Grund war wohl die Empfehlung eines Freundes. Seit April hielt sich die Fürstin deswegen immer wieder ein paar Tage am Stück in Rottum auf.

Ralph Gräter erteilte ihr in dieser Zeit meist Einzelunterricht – und zeigte sich beeindruckt von der Begegnung mit der Fürstin. „Eine solch hochkarätige Kundschaft haben wir nicht alle Tage“, erklärt er. Daher sei das Team in der Jagdschule zu Beginn doch etwas aufgeregt gewesen – und hätte sich vorab auch erst einmal schlau machen müssen, wie eine solche Adlige korrekt angeredet wird. Ergebnis: Entweder mit Fürstin oder „Eure Durchlaucht“.

Gemeinsam zur Jagd mit dem König von Spanien

Schon bei der ersten Begegnung habe sich jedoch gezeigt: Die Fürstin sei eine bodenständige, unaufgeregte Person mit einer raschen Auffassungsgabe. Erfahrung im Jagen hat sie einige, schließlich trifft sie sich unter anderem mit dem König von Spanien zur Jagd. Auf Anraten ihres Sohnes habe sie sich nun entschlossen, im Alter von 57 Jahren doch noch den deutschen Jagdschein zu machen. Bei den Prüfungen gab es trotz des blauen Blutes keine Sonderbehandlung. „Das bedeutet, dass sie zum Beispiel lernen musste, anhand einzelner Innereien zu erkennen, um welches Tier es sich handelt und ob es krank ist“, erklärt Karl Ammann, der die Fürstin während ihres Aufenthalts mit betreut hat. Auch für den Schussenrieder war diese Begegnung etwas ganz Besonderes. „Sie ist eine tief religiöse Person, jeden Tag, den sie hier verbrachte, wollte sie einen Gottesdienst besuchen“, erinnert Ammann sich.

Schwarzer Ferrari mit Chauffeur

Dabei erlebte auch er die Adlige als äußerst bodenständig. „Einen Abend waren in Ingoldingen unterwegs, holten uns beim Metzger eine Wurst und schauten uns danach die Kuhställe im Ort an, sie war an allem sehr interessiert und hatte viele Fragen“, so der Jäger. Dass sie dann aber doch kein Prüfling wie jeder andere war, zeigte sich im Alltag. So fuhr sie etwa stets im schwarzen Ferrari vor – teils mit Chauffeur – und jettete manchmal direkt nach dem Unterricht von Steinhausen nach Rom.

Terminstress hatte die Gräfin dann auch am Tag ihrer Prüfung. Sie kam als letzte an die Reihe und musste am gleichen Abend in Regensburg noch die Festspiele eröffnen. „Das war zeitlich ziemlich knapp, sie hat das Ganze dann aber sehr souverän gemeistert“, berichtet der Jagdschulenleiter. Die Prüfungen habe sie mit Bravour bestanden.

Prominente Schülerin
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